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Ägypten führt biometrische Identitätsprüfung ein, um den Missbrauch von SIM-Karten zu bekämpfen

Die Nationale Telekommunikationsregulierungsbehörde (NTRA) in Ägypten will die Verfahren zur Identitätsprüfung von Mobilfunkkunden verschärfen, indem sie die Einführung biometrischer Identitätsprüfungsmechanismen über die Apps der Mobilfunkbetreiber vorantreibt. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Sicherheit des SIM-Karten-Registrierungsprozesses zu erhöhen und die Registrierung von Anschlüssen auf den Namen von Personen ohne deren Wissen zu verhindern, was die Behörde dazu veranlasst hat, in Zusammenarbeit mit den vier Mobilfunkbetreibern eine Reihe neuer regulatorischer Maßnahmen zu ergreifen.


Bedeutung der biometrischen Identitätsprüfung - Bei der biometrischen Identitätsprüfung werden die einzigartigen biometrischen Merkmale des Nutzers zur Überprüfung seiner Identität herangezogen, anstatt sich ausschließlich auf herkömmliche personenbezogene Daten zu stützen. Laut der Erklärung der NTRA werden die neuen Mechanismen es den Inhabern von Mobilfunkanschlüssen ermöglichen, ihre Identität über die Apps der Mobilfunkbetreiber sicherer zu verifizieren, wodurch die Verknüpfung zwischen den Daten des Anschlussinhabers und dem tatsächlichen Nutzer gestärkt wird.

Warum biometrische Verifizierung? - Dieser Schritt ist Teil umfassenderer Bemühungen, die Kontrolle über die Registrierung von Mobilfunkanschlüssen zu verschärfen, nachdem Beschwerden über Anschlüsse eingegangen waren, die ohne Wissen der Bürger mit deren Daten registriert worden waren. Die neuen Verfahren zielen darauf ab, die Identität des tatsächlichen Nutzers des Anschlusses zu überprüfen, die Wiederholung solcher Vorfälle in Zukunft zu verhindern und die Daten der Bürger sowie die Rechte der Nutzer von Telekommunikationsdiensten zu schützen.
 
Bereits registrierte Anschlüsse - Die Maßnahmen beschränken sich nicht auf neue Anschlüsse. Die Regulierungsbehörde hat die Mobilfunkbetreiber zudem dazu verpflichtet, SMS an alle in ihren Systemen registrierten bestehenden Anschlüsse zu versenden. In diesen Nachrichten werden die Anschlussinhaber aufgefordert, eine Filiale des Mobilfunkbetreibers aufzusuchen, um dort einen neuen Vertrag im Namen des tatsächlichen Anschlussinhabers abzuschließen. Wird der Vertragsabschluss nicht innerhalb der vorgegebenen Frist abgeschlossen, wird der Anschluss dauerhaft deaktiviert. Somit ist dieses Identitätsprüfungsverfahren Teil einer umfassenderen Initiative zur Neuordnung der Daten bestehender Anschlussinhaber und nicht lediglich ein Vorgang im Zusammenhang mit dem Verkauf neuer SIM-Karten.

Digitale Lösungen - Die neuen Verfahren bieten Bürgern die Möglichkeit, jeden in ihrem Namen registrierten, aber nicht in ihrem Besitz befindlichen Mobilfunkanschluss zu verwalten. Die Behörde bestätigte, dass die neuen Verifizierungsmechanismen es den Nutzern ermöglichen werden, die notwendigen Maßnahmen in Bezug auf diese Anschlüsse zu ergreifen. Darüber hinaus wird durch die Bereitstellung der biometrischen Verifizierung über die mobilen Anwendungen der Mobilfunkunternehmen ein Teil der Verifizierungsverfahren von den Filialen auf digitale Kanäle verlagert, wobei weitere Details zur konkreten Umsetzung noch von den zuständigen Behörden bekannt gegeben werden müssen. InfoQuelle - egyptindependent.com

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